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  • Die letzten Soldaten aus Olpenitz sind da

    Kiel - Es war der letzte Akt eines großen Umzugs, als am19.Mai 2006 das 5. Minensuchgeschwader mit sechs Einheiten unter dem Kommando von Fregattenkapitän Alexander Willutzki seinen neuen Heimatstützpunkt Kiel anlief. Damit ist die Verlegung von fast 1300 Soldaten und zivilen Mitarbeitern aus Kappeln-Olpenitz an die Kieler Förde abgeschlossen. Das Marinemusikkorps Ostsee spielte, als die Schiffe am Vormittag im Tirpitzhafern festmachten. Es war der Empfang für 300 Soldaten, die gerade von einer Ausbildungsfahrt in der Nordsee zurückgekehrt sind und nun in Kiel bleiben werden.


    Sechs Einheiten des 5. Minensuchgeschwaders machten nach einer Ausbildungsfahrt im neuen Heimathafen Kiel fest.
    Foto eis
    Mit dem 5. Minensuchgeschwader sind zehn Minenjäger, der Tender “Werra” sowie 18 Drohnen vom Typ Seehund nach Kiel verlegt worden. Vier Minensucher sind derzeit noch in “Ausbildungsvorhaben oder in Werftliegezeiten”. Bereits im Februar war das 3. Minensuchgeschwader, Ende März der Hochseeschlepper “Fehmarn” und der Tanker “Tegernsee” nach Kiel umgezogen.
     
    “Die überführten Geschwader werden am 29. Juni als Einsatzflottille 1 in Dienst gestellt und acht unterstellte Verbände führen”, erklärte der Chef des neuen Stabes, Kapitän zur See Jürgen Mannhardt. Da das Geschwader aber schon “ziemlich komplett” verlegt sei, könne es schon ab sofort seine Arbeit aufnehmen.
     
    Auch Kiels Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz und Kiels Stadtpräsident Rainer Tschorn verfolgten die Zeremonie. "Heute beginnt für uns alle ein neues Stück Zukunft. Es hat eine große strategische, militärische und wohl auch ökonomische Bedeutung, dass sich hier alles zusammenfindet”, sagte Volquartz. In ihrer Begrüßungsrede an die Einheiten betonte sie außerdem, wie angesehen die Marine in der Landeshauptstadt ist.
     
    Noch in diesem Jahr gehen in Olpenitz endgültig die Lichter aus. Am 21. Juni wird Stützpunktkommandeur Hans-Georg Paulinius sein Kommando außer Dienst stellen. Danach liegt die Abwicklung des 42 Jahre alten Stützpunkts in den Händen eines Nachkommandos. Die Ausbildungswerkstatt der Marine wird im September nach Flensburg in die Schule für strategische Aufklärung verlegt.
     

    Bericht: Thomas Eisenkrätzer

     
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