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    Eine Idee wird Wirklichkeit - 1956 - 2006
    1. und 2. Juli 2006 in Eckernförde

    Es muss doch möglich sein ...
    "Ach, stimmt,... Du warst ja auch einer der ersten, die in Eckernförde eingezogen sind.... kennst Du den noch?,
    was macht der heute??, man müßte..."
    So (etwa) reifte die Idee, ein Wiedersehen mit den "alten Kameraden" zu veranstalten.

    Was lag näher, als eine Annonce in "Die Bundeswehr" zu veröffentlichen.
    (Ausgabe 12/2005) Kontaktadresse: OSB a.D. Konrad Dieter LOERKE.
    Melden sollten sich nur diejenigen, die 1956 zur 4. SStA als junge Rekruten einberufen wurden.

    Kurzum: Es erforderte viel Fleißarbeit, Telefonate, Adressensuche, Planung und Absprachen, bis
    letztendlich 39 Kameraden aus der gesamten Bundesrepublik spontan ihre Bereitschaft und Zusage erklärten.

    Am 1. Juli war es dann soweit:
    Gegen 10-00 Uhr trafen sich 76
    Personen unterschiedlichen Alters,
    (die Ehefrau / Begleitperson gehörte
    ja schließlich dazu) - auf einem
    Parkplatz in Eckernförde.
    Die Wiedersehensfreude war einigen
    deutlich im Gesicht ablesbar. Fragen
    und Wiedererkennen nach so langer
    Zeit - schließlich ist das Alter und die Figur
    nicht spurlos an uns vorüber gegangen - konnte unsere positive Einstellung nur steigern.

    11-00 Uhr, Empfang im Rathaus:
     
    Frau Bürgermeisterin JESKE - PAASCH ließ es sich nicht nehmen, uns in
    ihrer charmanten Art und mit einem Erfrischungsgetränk zu begrüßen.
    Ihr herzlicher und sehr persönlicher Empfang - das fing schon bei der
    Begrüßung am Eingang des Bürgersaales an - war für uns ein deutlicher
    Beweis des Willkommenseins.
     
    Ihre Marineverbundenheit, sicherlich
    begründet im Elternhaus, hörte man
    bei ihren Gesprächen mit uns deutlich heraus.
     
    Als besondere Ehre für jeden von uns
    war der Eintrag ins "Goldene Buch" der Stadt
    Eckernförde mit dem Hinweis auf unser
    Jubiläumstreffen "Die Ersten 1956er".
     
    Die Kameraden Konrad D. LOERKE und Helmut LUHN
    erhielten für ihr Engagement von Frau JESKE - PAASCH
    ein Buch über die Stadt Eckernförde.
     
    Am Empfang nahmen ebenfalls der Standortälteste, Kapitän zur See MIEHE und der
    StpKdr, FK LINGNER, teil.

    16-00 Uhr. Ein Wiedersehen mit "unserer" Kaserne Carlshöhe.
     
    Was für ein Anblick!
     
    Wo zu unserer Zeit saubere Straßen
    und Plätze, Fußwege und Grünanlagen
    oberstes Gebot war, beherrscht heute
    Unkraut, wildwucherndes Gestrüpp und
    verrottende Baumäste den gesamten
    Kasernenbereich. Wo etwas zerfällt, hin
    - oder runterfällt, bleibt es liegen. Die
    Gebäude, die zum Teil nicht mehr
    betreten werden dürfen, verkommen
    und verfallen. Das Wirtschaftsgebäude ist wegen Einsturzgefahr nicht mehr betretbar.
    Einige Gebäude, die bis vor einigen Jahren von Aussiedlern genutzt wurden, sind
    in einen erbärmlichen Zustand.
     
    Dazu kommt noch, dass durch Auflagen des Naturschutzes und des Denkmalschutzes
    einige Teile der Anlage und Gebäude nicht verändert, bzw. entfernt werden dürfen.
     
    Es war für uns ein trauriger Anblick.
    Seit Jahren stehen die Gebäude leer, die gesamte Anlage wird nicht genutzt. Nur
    die Natur und die Raben schaffen sich ein Paradies. Mögliche Käufer scheuen bei
    diesem Anblick zu investieren, obwohl es als " Filetstück" der Stadt bezeichnet wird.

    Wir haben einen stillen und traurigen Rundgang durch den uns vorgegebenen Pfad
    gemacht, schossen Erinnerungsfotos vor " unseren " Kaserneneingängen und verließen
    die Anlage mit einem Wehmutsgefühl.
     

    19-00 Uhr. Haus "Marienburg", O-/UHG, Kaserne Nord, "Festliches Beisammensein"
     
    Wie heißt es so schön?... Unterkunft und Verpflegung vorhanden. Somit konnte nichts mehr schiefgehen.
    Die Küche zauberte ein exelendes und
    überaus reichhaltiges kaltes und
    warmes Büffet. Das Getränkesortiment ließ keine Wünsche offen.
    Die aufmerksame und hervorragende
    Betreuung durch das Personal und des
    Heimleiters der O-/UHG verdient Lob
    und Dank.
     
     
     

    Der Abend bleibt unvergessen.
    Die Stimmung untereinander war getragen von Erinnerungen und sich Wiedererkennen.
    Jeder hatte den anderen aus längst vergessenen Begebenheiten etwas zu erzählen.
    Gemeinsame Erlebnisse wurden aufgewärmt; sich an Land - und Bordkommandozeiten
    erinnert. Die Marine gestern und heute. Aber auch Gedanken der Besinnung, an
    Kameraden, die heute nicht mehr bei uns sind.
    Das Wiedersehen nach 50 Jahren war für jeden von uns ein zu Herzen gehendes Ereignis.
    Neue Kontakte wurden geschlossen und Versprechen, sich nicht "aus den Augen
    zu verlieren", gegenseitig versichert.
     
    Auch als die Nacht zum Tag wurde, hatte sich der "harte Kern" immer noch etwas zu erzählen.

    Am Sonntag, den 02. Juli...
     
    ... war noch ein ungezwungenes
    Abschiedstreffen auf dem Eckernförder
    Fischmarkt vorgesehen, bzw. in einem
    Freilichtkaffee die letzte Station unseres
    Beisammenseins.
     
    Bei einem ausgedehnten Frühstück
    unter strahlendem Himmel, wurden die
    letzten Stunden unseres Zusammenseins
    dazu genutzt, Anregungen für ein nächstes
    Treffen zu sammeln. Gegenseitiges Versprechen: Kontakte und Verbindungen sollen
    nicht abreißen.
     
     
    Das Vorhaben, sich nach 50 Jahren noch einmal an alter Stelle, dort, wo "unsere" Marinezeit
    begann, zu treffen, wurde nur durch die aktive Bereitschaft vieler, Wirklichkeit.
     
     
    Es hat sich gelohnt:
     
    Unser Treffen war ein voller Erfolg.

    Manfred Werchner
    OStBtsm a.D. ERH Kiel-Wik

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    zum entpacken ist das Programm Winzip notwendig, Sie können es hier herunterladen)

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