Archiv-Einträge
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Informationsfahrt nach Sachsen-Anhalt
Die ERH Kiel-Holtenau/Dänischer Wohld führte vom 12.-14.9.2003 eine Informationsfahrt (mit Reisebus) nach Sachsen-Anhalt durch. Dabei waren Abordnungen der ERH Kiel-Wik und der ERH Kronshagen. Stützpunkt der Reiseteilnehmer war das Hotel „Geheimer Rat” in Magdeburg. Während des gesamten Reiseverlaufs gab es ein umfangreiches Programm zu bewältigen, dessen Etappen nachfolgend in knapper Form geschildert werden.
„Hundertwasser-Bahnhof” Uelzen - (12. September)

In Uelzen befindet sich einer der schönsten Bahnhöfe der Welt.
Er wurde nach den Plänen des Künstlers Friedensreich Hundertwasser zum Kultur- und Umweltbahnhof umgestaltet (Expo-Projekt).
Der Bahnhof Uelzen als Hundertwasser-Architektur-Projekt verbindet künstlerische Attraktion mit ökologischer Funktionalität.Picknick - (12. September)

Fast schon traditionell ist das Picknick an einer Raststätte. Die „Verpflegungs-Wundertüten” waren prall gefüllt und fanden bei Allen regen Zuspruch.
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn (12. September)

Die 1972 - 1974 errichtete Grenzübergangsstelle Marienborn war mit über 1000 Bediensteten die bedeutendste Grenzübergangsstelle an der innerdeutschen Grenze. Hier wurden die Reisenden, ihre Fahrzeuge und die transportierten Güter, fast lückenlos kontrolliert.
Am 30.06.1990, um 24.00 Uhr, wurden die Kontrollen auf der GÜSt Marienborn eingestellt. Im Oktober 1990 wurde die GÜSt unter Denkmalschutz gestellt. 1992 beschloss das Land Sachsen-Anhalt den Aufbau der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn.Dom zu Magdeburg (12. September)

Der Dom „St. Katharina und Mauritius” ist der älteste gotische Sakralbau auf deutschem Boden und mit seiner Höhe von 104 Metern der höchste Sakralbau Ostdeutschlands.
Seine Ursprünge liegen bereits im Jahr 937, als Otto I. ein Kloster zu Ehren des Heiligen Mauritius (der bis heute zusammen mit der Heiligen Katharina Schutzheiliger des Doms ist) gründete, dessen Kirche er ab 955 zur romanischen Basilika ausbauen ließ. 968 wurde Magdeburg zum Erzbistum erhoben. Für diesen romanischen Dom ließ Otto I. unter anderem italienische Kunstwerke nach Magdeburg bringen (Taufstein, Säulen), die im heutigen Dom noch zu sehen sind.Die Lutherstadt Wittenberg (13. September)

Die Altstadt von Wittenberg ist ein einzigartiges Freilichtmuseum. Die steinernen Zeitzeugen sind wie Perlen aneinandergereiht:
Im Lutherhaus entstanden die wichtigsten Werke des Reformators, hier hörten die Studenten Vorlesungen Luthers und Melanchthons. Die Lutherstube war der Ort der „Tischgespräche”. Sie ist bis heute unverändert geblieben. Das Haus seines Mitstreiters Melanchthon befindet sich nur wenige Schritte weiter.
Die Stadtkirche, Luthers Predigtkirche, war ein Hauptschauplatz des Reformationsgeschehens.
Das Portal der Schlosskirche erinnert an den Thesenanschlag im Jahr 1517.Die Schlosskirche ist die Begräbnisstätte Luthers und Melanchthons.Der Wörlitzer Park (13. September)

Der Wörlitzer Park liegt am Rande der Kleinstadt Wörlitz und entstand in vier Jahrzehnten. In ihn flossen die Ideen von Fürst Leopold III., Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740 bis 1817), sowie die seines Freundes Wilhelm von Erdmannsdorf (1736 bis 1800) ein.
Im Wörlitzer Park vereinen sich Klassizismus und Gotik, zu einem wundervollem Ganzen. Der Besucher entdeckt gemütliche Nischen zum Verweilen und architektonische Kleinode, zum Beispiel das Wörlitzer Schloß oder das Gotische Haus. 500 verschiedene Baumarten sind in der Anlage zu finden.
Die Stiftung „Bauhaus Dessau” (13. September)
Das Bauhausgebäude in Dessau wurde 1925/26 nach Plänen von Walter Gropius gebaut.
Mit der Aufnahme des Bauhausgebäudes und der zeitgleich entstandenen Meisterhäuser auf die Weltkulturerbeliste, unterstrich die UNESCO 1996 die Bedeutung des Bauhauses für Architektur und Design im 20. Jahrhundert.Kameradschaftsabend (13. September)

Zusammen mit einer Abordnung der ERH Magdeburg gab es bei einem Kameradschaftsabend im Hotel lebhafte Gespräche und umfangreichen Gedankenaustausch. Diese Veranstaltung diente auch der Stärkung der Verbundenheit untereinander
Magdeburg - Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt (14. September)

In ihrer wechselvollen Vergangenheit erlebte die fast 1200-jährige Elbestadt neben schweren Zerstörungen immer wieder Blütezeiten, die das heute sehr vielfältige Stadtbild prägen. Verbliebende architektonische Zeugen aller Stilepochen erinnern an die einstige Pracht und den Reichtum der ehemaligen Kaiserstadt.
Nicht zuletzt wegen der Schönheit des Klosters „Unser Lieben Frauen” wird die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts liebevoll als „Perle der Straße der Romanik” bezeichnet. Neben dem Kloster und verschiedenen Kirchen aus dieser Zeit ist es vor allem der Magdeburger Dom - das Wahrzeichen der Stadt - der das historische Stadtbild formt.
Mittagessen in Hohenwarthe bei Magdeburg (14. September)

Wasserstraßenkreuz Magdeburg (14. September)

In Magdeburg schließt sich nach Osten der Elbe-Havel-Kanal an den von Westen kommenden Mittellandkanal an. Beide zusammen erschließen die Strecke Hannover-Berlin für die Binnenschifffahrt. In Süd-Nördlicher Richtung kreuzt diese künstliche Wasserstraße die natürliche der Elbe, die Dresden mit Hamburg verbindet. Seit der Wende hat gerade diese Schiffahrtsstraße an Bedeutung gewonnen, das Projekt wird als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17 bezeichnet.
Es war eine Reise, die allen Teilnehmern eine Menge nachhaltiger Eindrücke vermittelte.
Fotos: H.Mannheimer
