DBWV
  • Impressum
  • Kontakt
  • Mitglied werden
  • Links
  • Hauptseite
  • Stoka Kiel
    • Über uns
    • Kameradschaften
    • Vorstand
  • Verbandsarbeit
    • Mitwirkung
    • Delegierte
    • Rechtsschutz
    • Schiedsordnung
    • soziale Fragen
  • Aktuelles
    • Berichte
    • Veranstaltungen
    • Terminkalender
  • Kameradsch. onl.
  • Standort Kiel
    • Kiel aktuell
    • BW in Kiel
  • mil. Zeremoniell
    • Zeremoniell
    • Zapfenstreich
    • Trauerfeiern
  • Kiel Pass
    • Kiel Pass 2011
    • Kiel Pass 2010
    • Kiel Pass 2009
    • Kiel Pass 2008
    • Kiel Pass 2007
    • Kiel Pass 2006
  • Archiv
    • ältere Berichte
    • Jahresausklang
Sie sind hier: Archiv - ältere Berichte
Aktualisiert bis: 26.03.2012
  • Archiv-Einträge

    • Sommergrillen 2011
    • Sommergrillen 2009
    • Standortversammlung 2008
    • 50 Jahre Standortkameradschaft Kiel
    • Sommergrillen 2007 der Stoka-Kiel (27.08.2007)
    • Ehemaligentreffen im Rahmen 50 Jahre Standortkameradschaft Kiel (Mai 2007)
    • Tagesfahrt nach Lübeck und Travemünde (Mai 2007)
    • Die letzten Soldaten aus Olpenitz sind da ( 22.05.2006)
    • Ein Wiedersehen nach 50 Jahren
    • Vorweihnachtliches Grünkohlessen (24.11.2005)
    • Sommergrillen der Standortkameradschaft Kiel (24. August 2005)
    • Info-Stand während der Kieler Woche 2005
    • Schulung für Vertrauenspersonal (02.-03.11.2004)
    • Informationsfahrt nach Leipzig (02.-05.09.2004) (ERH Kiel-Holtenau)
    • Tagesfahrt nach Schleswig (ERH Kiel-Holtenau) (26.05.2004)
    • Eine Ära ging zu Ende (31.12.2003)
    • Zerstörer Lütjens verläßt Kiel (30.11.2003)
    • Informationsfahrt nach Sachsen-Anhalt (12.-14.9.2003)(ERH Kiel-Holtenau)
    • Tagesausflug nach Friedrichstadt und Seebüll (16.6.2003)(ERH Kiel-Holtenau)
  • Tagesausflug nach Friedrichstadt und Seebüll am 16. Juni 2003

    Zum wiederholten Male machten die „Holtenauer” zusammen mit den „Kronshagener” und „Wiker” Kameradschaften Ehemalige Soldaten, Reservisten und Hinterbliebene  einen gemeinsamen Tagesausflug in das schöne und sehenswerte Schleswig-Holstein.
    Dieses Mal waren Friedrichstadt und Seebül zur allgemeinen Bildungsfahrt festgelegt.

    1. Station: Friedrichstadt:  Grachtenstadt  -  Stadt der religiösen Toleranz  -  verhinderte Handelsmetropole...

    Sachkundige Führung durch den plattdütsch sprechenden, niederländisch gekleideten - die Holzschuhe waren imposant - Karl-Heinz Rottmann, der voller Begeisterung seine Stadt und ihre Besonderheiten vermittelte.

    Hier die Remonstrantenkirche - da der denkwürdige Wasserbrunnen - die stets freundlichen Leute - moin hier, moin da.
    Wir haben statt Hausnummern  Hausmarken - Hund, Katze, Maus, Falke - kennengelernt.
    Und das Markenzeichen von Friedrichstadt: Rosen, viele Rosen in den Straßen oder in kleinen Vorgärten.

    Friedrichstadt wurde 1621 von Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf gegründet und war für niederländische Glaubensflüchtlinge, die Remonstranten, neue Heimat.
    Ihr neues Zuhause am Zusammenfluß von Treene und Eider gestalteten die Niederländer nach ihrem Wünschen: mit einem planmäßig angelegten Straßennetz, typisch niederländischen Giebelhäusern und Kanälen mitten in der Stadt.

       

    Ihr eigenes Schicksal führte zu religiöser Toleranz. Noch heute gibt es in Friedrichstadt fünf verschiedene Glaubensgemeinschaften: Remonstranten, Lutheraner, Mennoniten, Katholiken und dänische Lutheraner.
    Die hochfliegenden Pläne, Friedrichstadt zu einem Handelszentrum für den Transithandel in Konkurrenz zu Hamburg zu machen, konnten nie realisiert werden.

    Sinnbild für diese Pläne ist die alte Münze im Mittelburgwall, 1626 mit Verleihung des Münzrechts im Stil der Renaissance erbaut - ... Münzen wurden aber nie geprägt.
    Heute ist in der alten Münze das Heimatmuseum untergebracht, in dem die spannende Geschichte von Friedrichstadt dargestellt wird, und dort befindet sich seit 1708 das Gotteshaus der Mennoniten.

    Es war eine sehr informative und eindrucksvolle Führung durch die Stadt.
    Und dann die Grachtenfahrt: Ausführlich und humorvoll verstand es der Bootsführer uns durch die Grachten zu schippern und uns die Sehenswürdigkeiten vom Wasser her zu zeigen. - Kopf einziehen - Arme rein -lächeln - Andenkenladen hier - aber für Andenken haben wir keine Zeit!
    Man merkte es dem Schipper an, daß er jede Brücke, jede Ente und Wasserrose an ihren Vornamen erkannte.

    Weiter ging es durch das blühende Land der Westküste: Störche, Rehe und Reiher, der Geestrücken und das Marschland. Es gab viel zu sehen !

    2. Station: Husum -  die Graue Stadt am Meer. . .

    . . . einstündige Auszeit bei der  FlaRakGrp 26 der Luftwaffe mit einem reichhaltigen und schmackhaften Mittagessen. Wir waren Gast im Unteroffizierheim. Der Küchenchef, Herr Müller, ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich zu begrüßen.

    3. Station: Seebüll  - Stiftung Ada und Emil Nolde (Nolde-Stiftung)

    Ein kultureller Hochgenuss!
    Schon der Anblick des Hauses auf der Warft - wie, kein Friesenhaus ? - mit dem davor befindlichen Garten sprach jeden an. Es schmiegt sich in die Weite und Einmaligkeit der Landschaft ein.
    Emil Nolde ist Sohn der Landschaft zwischen den Meeren. Er wurde 1867 in Nolde im deutsch-dänischen Grenzland als Emil Hansen geboren. Nach Stationen in Flensburg, St. Gallen, München, Paris und Berlin, dabei Begegnung mit Künstlern der Brücke, kehrte er 1926 in seine Heimat zurück und baute „sein” Haus in Seebüll auf einer alten Warft, auch der wunderschöne Garten entstand nach seinen Plänen.

        

    Das Haus war als Stätte des Wohnens und der künstlerischen Arbeit mit Atelier und Ausstellungsräumen konzipiert. Emil Nolde hat hier trotz Malverbot durch die Nationalsozialisten nie sein Kunstschaffen unterbrochen.
    Er malte die „Ungemalten Bilder”, kleine Aquarelle, die er später zum Teil in Großformat erneut als Thema nahm.
    Frau Gransow,  unsere äußerst sachkundige und begeisterte Führerin, hatte es schwer mit 42 Besuchern, die wegen der räumlichen Enge in zwei Gruppen den Bildungshunger stillten.

    Ihre Ausführungen über Noldes Leben und Wirken, sein Persönlichkeitsbild, die unterschiedlichen Malphasen, die dunklen Erinnerungen an eine bestimmte Zeit, sein Schaffensdrang in dieser Zeit, der Ausdruckswille in den Bildern, war für uns sehr beeindruckend.
    Ihre detaillierten Kenntnisse sowie ihre Begeisterung beim Vortragen wird uns in bleibender Erinnerung sein.

    Unsere Gedanken waren noch bei dem Gehörten, als uns der Künstler mit seiner Frau Ada vom schmucklosen Hügel her zum Abschied freundlich zuzuwinken schien. 

    Mit einer unbedeutenden Zeitverzögerung  - wird ja gern in Kauf genommen - kamen wir über Flensburg nach Kiel zurück. 

    Dank an den Führungsstab und Dank an die nicht genannten Mitarbeiter.
    Und, Herr Ramin - als einen der Vorsitzenden -, hatte ich es schon gesagt...

    Text: M.Werchner, Kameradschaft ERH Kiel-Wik
    Fotos: H.Mannheimer

     
    nach oben